Bericht in der Neuen Luzerner Zeitung zum credo-Eröffnungsabend vom 26.9.07
Verfasser: stud. Thomas Tobler, in der NLZ vom 3.10.07
Die Worte „keep in touch with“ verlaufen unterhalb einer Karikatur, welche einen leicht dicklichen aber breit lächelnden Mann zeigt, der eine aus dem Nichts erscheinende Hand festhält. Daneben steht in grossen Buchstaben „Welcome“. Es ist der erste Abend in diesem Semester an dem sich die Bibelgruppe für Studierende in Luzern, kurz „credo.unilu“ für ein Treffen verabredet hat. Ungefähr 15 Studierende sind gekommen, manche kennen sich bereits aus früheren Zusammenkünften, andere sind zum ersten Mal dabei. Es sind Studierende von der Universität, andere gehen an die Musikhochschule oder haben ihr Studium bereits beendet und wollen einfach dabei bleiben. „In touch“ sind sie alle, und zwar mit Gott, symbolisiert durch die Hand aus dem Nichts, welche auf der Folie der Power Point Präsentation flimmert. Philipp Aebi, Leiter der VBG-Studierendenarbeit, eröffnet den Abend mit Fotografien von vergangenen Anlässen, aus dem Hintergrund strömt christliche Popmusik, passend in Englisch.
Das Kürzel VBG steht für Vereinigte Bibelgruppen. Diese versteht sich als interkonfessionelle christliche Bewegung in der Deutschschweiz. Mit dem Ziel das Christsein zu fördern, wirkt die VBG auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen. Schule, Beruf oder Universität, sind einige davon. In Luzern besteht das VBG-Projekt „credo.unilu“ seit zwei Jahren. „Wir leisten hier noch Pionierarbeit, wachsen aber stetig“, erzählt Philipp Aebi.
Er hat das Wort mittlerweile an den Gastreferenten des Abends weitergegeben, das Thema: „Studieren, Wissen, Denken...und Glauben?!“ Es soll nicht zuletzt Diskusikonsstoff liefern für das was anschliessend folgt, ein Apéro. Der Glaube an Gott steht an den Abenden zwar im Zentrum, aber religiöse Themen sind ein zu weites Feld, als dass darüber immer Einigkeit und Gleichklang herrschen könnte. Meinungsvielfalt sowie kritische Stimmen sind deshalb erlaubt, sogar erwünscht. Philipp Aebi ergänzt: „Wir möchten diese Auseinandersetzungen über Gott und den Glauben in den Alltag der Studierenden einbauen, die Studenten zum Dialog anregen, ihnen mitten in der Woche eine Möglichkeit geben um aufzutanken.“ Zwei die regelmässig an Credo.unilu Abende kommen, sind Sarah (27) und Manuel (22). „Es ist nicht so eine „gschpörsch mech“ Atmosphäre hier, sondern es wird normal, manchmal sachlich, manchmal locker miteinander diskutiert,“ meint Sarah. „Mich interessiert eher die intellektuelle Auseinandersetzung mit den Themen,“ sagt dagegen Manuel. So haben alle an diesem Abend ihre ganz persönlichen Beweggründe für den Besuch. Wie sie auch alle ihre eigenen Vorstellungen vom Glauben an Gott haben. Und darüber wir dann eben diskutiert, jeden Mittwoch Abend im Union.
Treffen: Immer Mittwochs, 19.15 Uhr, im Union, Löwenstr. 16. Jeden zweiten Mittwoch mit einem Gastreferenten. Themen unter www.credo.unilu.ch.

